Tippfehler bei Ebay kostete 500.000 Dollar!

Dies ist ein Beispiel dafür, dass ein simpler Tippfehler eine Menge Geld kosten kann. In diesem Fall waren es gut 500.000 Dollar, die ein amerikanischer eBay-Verkäufer (Petere92346) nicht erhalten hat, weil er nicht gut genug recherchiert hat und noch dazu in seine Artikelbeschreibung einen simplen, aber folgenschweren Tippfehler eingebaut hat.

Doch nun die ganze Geschichte mal der Reihe nach:
Im Sommer letzten Jahres hatte er auf eBay folgende Auktion eingestellt:

Allsop’s

Er beschrieb die Flasche Bier, die er wahrscheinlich irgendwo auf einem Dachboden gefunden hatte, mit ein paar Sätzen, fügte noch 2 Fotos hinzu und verkaufte die Flasche nach 169 Besuchen und 2 Geboten für 304 Dollar. So weit so gut, könnte man sagen. Für eine alte Flasche Bier gar nicht schlecht, oder?

Aber vielleicht hätte er beim Eingeben des Titels seiner Auktion etwas vorsichtiger sein sollen. Vielleicht wäre ihm dann aufgefallen, dass der Name Allsopp’s wie auf dem Etikett zu lesen steht mit zwei P geschrieben wird und nicht mit einem P, also ein simpler Tippfehler. Und vielleicht hätte er erst einmal ein bisschen recherchieren sollen, was es denn mit dieser Flasche überhaupt auf sich hat. So hätten wahrscheinlich viele Sammler diese wohl bekannteste, seltenste und am meisten dokumentierte Flasche Bier überhaupt erst einmal finden können.

Der glückliche Käufer (collectordan) stellte dann die gleiche Flasche ein paar Wochen später mit folgender Anzeige wieder bei eBay ein:

Allsopp’s

Ihm war anscheinend bewusst, was er hier ersteigert hatte. Diese Flasche Bier war nämlich 1852 speziell für eine Rettungsaktion in die Arktis gebraut worden. Es handelte sich dabei um ein Bier mit extra hohem Alkoholgehalt und damit niedrigen Gefrierpunkt, sowie einem hohem Nährstoffgehalt.
„Collectordan“ wusste von der bewegten Geschichte dieser Flasche und beschrieb sie ausführlich in seiner Verkaufsanzeige und fügte zusätzlich 13 gute Fotos hinzu.

Mit dem korrekten Titel endete die Auktion nach 74.064 Besuchen und 157 Geboten mit dem erfolgreichen Gebot von 503.300 Dollar.

Was lehrt uns nun diese Geschichte?
Vielleicht sollten wir beim Verfassen von eBay-Anzeigen etwas sorgfältiger sein, denn solch ein lapidarer Tippfehler kann doch eine recht große Wirkung haben, wie man sieht.

Oder sollten wir eventuell öfter mal nach solchen Tippfehlern auf eBay suchen um vielleicht einmal dasselbe Glück wie „collectordan“ zu haben? 😉

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